Bunkerbau

Planung und Bau von unterirdischen Schutzräumen

Bunkerbau - Vollständiger Leitfaden

Ein professioneller Bunker ist der sicherste Schutzraum bei extremen Bedrohungen wie Atomkrieg oder Naturkatastrophen. Er erfordert jedoch sorgfältige Planung und erhebliche Investitionen.

Die größten Risiken entstehen oft im Inneren: unzureichende Belüftung, Wassereintritt, Brand, Kohlenmonoxid (CO), Schimmel oder fehlender Zweitausgang. Behandeln Sie das als Ingenieurprojekt, nicht als Bastelprojekt.

Denken Sie an die Psychologie des Eingeschlossenseins. Sorgen Sie für Beleuchtung, die Tageslicht imitiert, und Beschäftigung für die Bewohner.

Planen Sie Tageslicht-ähnliche Beleuchtung, Routinen, Schlaf, Privatsphäre und einfache Beschäftigung. Psychischer Komfort reduziert Panik und Konflikte.

Wann ergibt ein Bunker Sinn?

Oft ist die Anpassung eines bestehenden Kellers oder eines „Safe Rooms“ sinnvoller. Einen Bunker sollten Sie nur erwägen, wenn:

  • Standort und Boden eine sichere Abdichtung und Entwässerung erlauben (Grundwasser!).
  • Sichere Belüftung (auch ohne Strom) und Luftqualitätskontrolle möglich sind.
  • Planung und Bau durch qualifizierte Fachleute erfolgen und rechtlich zulässig sind.

Sicherheit und Recht

Bauen Sie keine Untergrundkonstruktionen „nach Gefühl“. Einsturzgefahr ist real. Prüfen Sie Genehmigungen, Leitungen, Boden- und Grundwasserverhältnisse und holen Sie Fachrat ein.

Wichtige Bauschritte

  • Standortwahl: Stabiler Boden, über dem Grundwasserspiegel, fern von strategischen Zielen.
  • Konstruktion: Stahlbeton in angemessener Dicke, widerstandsfähig gegen Erschütterungen und Strahlung.
  • Lebenserhaltungssysteme: Belüftung mit ABC-Filtern, unabhängige Stromversorgung, Wasserentnahme.
  • Notausgang und Eingang: Panzertüren, Luftschleuse, versteckter Fluchtausgang.

Minimale Funktionsanforderungen

Unabhängig vom Szenario sollten diese Basics erfüllt sein:

  • Zwei Ausgänge (Haupt- und Notausgang) und freie Fluchtwege.
  • Belüftung (Zu- und Abluft) und Betrieb auch ohne Netzstrom.
  • Wasserschutz: Abdichtung, Entwässerung und Plan für Überflutung.
  • Brandschutz: Feuerlöscher, schwer entflammbare Materialien, Evakuierungsplan.
  • Sanitär/Abfall: Mindest-Toilettenlösung und Abfallmanagement.

Notwendige Ausrüstung

Wasser- und Lebensmittelvorräte, Dauermedikamente und Erste Hilfe, Hygiene, Licht und Notstrom, Kommunikation, grundlegende Werkzeuge, Feuerlöscher und CO-Melder, Sanitärlösung und Abfallbehälter.

Wartung und Tests

Unbenutzte Schutzräume altern: Feuchte, Schimmel, Lecks, Akkuausfälle. Planen Sie regelmäßige Checks.

  • Regelmäßig lüften und auf Feuchte/Schimmel achten.
  • Licht, Akkus und Ladegeräte testen.
  • Zu-/Abluft und Filterzustand nach Herstellerangaben prüfen.
  • Vorräte rotieren: Wasser, Nahrung, Medikamente, Hygiene.