Unterschlupf

Bau und Sicherung von Notunterkünften

Warum ist das wichtig?

Ein guter Unterschlupf ist mehr als „ein Dach“. Er reduziert das Verletzungsrisiko (Wind, Trümmer, herabfallende Gegenstände), begrenzt die Exposition gegenüber Kälte/Hitze und hilft, die gefährlichste Phase zu überstehen.

In vielen Situationen ist der beste Unterschlupf der, den Sie bereits haben: Wohnung, Haus, Keller oder Treppenhaus. Entscheidend ist die Wahl des richtigen Raums und eine Vorbereitung, die einen sicheren Aufenthalt über Stunden bis Tage ermöglicht.

Unterscheiden Sie Szenarien: Sturm und Wind, Feuer und Rauch, Ausfälle der Infrastruktur, Gewalt in der Nähe, Staub-/Chemikalienbelastung, radioaktiver Fallout. Gute Entscheidungen hängen davon ab, was die akute Gefahr ist.

Regel: Schutz + Luft + Evakuierung

Achten Sie im Unterschlupf immer auf drei Dinge: (1) Schutz vor Verletzungen und Umwelt, (2) sichere Luft (kein Rauch/CO), (3) eine nutzbare Fluchtmöglichkeit bei Brand oder Schäden.

Schnelle Raumauswahl

Eine einfache Entscheidungshilfe, wenn Minuten zählen. Wenn Behörden zur Evakuierung aufrufen – evakuieren.

  • Wind/Trümmer: innenliegender Raum ohne Fenster, weg von Glas.
  • Rauch draußen: abdichten, Außenluft reduzieren, Innenluft filtern/überwachen.
  • Kälte/Hitze: auf einen Raum konzentrieren, Boden isolieren, ausreichend trinken.
  • Fallout: Keller oder Gebäudekern; möglichst viel „Masse“ zwischen Ihnen und außen.

Mindest-Ausstattung

Diese Dinge verbessern Sicherheit und Komfort in den meisten Szenarien.

  • Wasser und einfache verzehrfertige Lebensmittel.
  • Taschenlampen + Batterien/Powerbank; Kerzen nicht als Hauptlicht.
  • Radio/Telefon + Familien-Kommunikationsplan.
  • Erste Hilfe, Dauermedikamente, Hygiene und einfache Sanitärlösung.
  • CO-Melder und Feuerlöscher, wenn Verbrennung (Heizen/Kochen) genutzt wird.

Häufige Fehler

Diese „leisen Risiken“ sind oft gefährlicher als das Ereignis selbst.

  • Generator/Grill im Innenraum – lebensgefährliches CO-Risiko.
  • Zu dicht abdichten ohne Lüftungsplan – Kopfschmerz, Müdigkeit, schlechter Zustand.
  • Fluchtwege dauerhaft blockieren – kein Ausweg bei Brand.
  • Keine einfachen Abläufe: welcher Raum, was mitnehmen, wer kümmert sich um Kinder/Tiere.

Übungen und Instandhaltung

Ein Unterschlupf funktioniert, wenn alle den Plan unter Stress umsetzen können.

  • Einen „Unterschlupf-Raum“ festlegen und Grundausstattung dort lagern.
  • Kurze Übung: 5 Minuten zum Reingehen und Einrichten.
  • Batterien, Feuerlöscher und CO-Melder regelmäßig prüfen.
  • Plan an Kinder, Senioren, Medikamente und Haustiere anpassen.

Die in diesem Leitfaden enthaltenen Informationen sind lehrreich. Beachten Sie immer lokale Gesetze und konsultieren Sie Experten, bevor Sie Entscheidungen über Krisenvorbereitungen treffen. In lebensbedrohlichen Situationen kontaktieren Sie immer die entsprechenden Notdienste.

Folgen Sie in realen Notlagen offiziellen Anweisungen (Schutz vs Evakuierung). Bei Unsicherheit zur Bausicherheit: Fachleute konsultieren.